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Chorgeschichte Wernshausen

 

Man schrieb das Jahr 1847. In dieser für das deutsche Volk so bedeutungsvollen Zeit gründeten 30 Wernshäuser unter maßgeblicher Mitwirkung des fortschrittlichen Lehrers H. Leipold den Gesangverein Liederkranz, um sich gesanglich und gesellschaftlich zu bilden, das deutsche Lied zu pflegen und die Liebe zu Heimat und Vaterland zu wecken.
Als Gründungstag ist der 20. Oktober 1847 festgeschrieben. Es war bedeutsam und es ist anzumerken, dass sich damals sowohl Gewerbetreibende als auch einfache Arbeiter und Kleinbauern zur Förderung der guten Sache, zur Pflege des Männergesangs zusammenfanden. Man unterschied sich nicht nach Beruf und Stand, nach politischen und religiösen Bekenntnissen. Der Sinn für das Schöne und Gute einte die 30 Männer unterschiedlichen Berufstandes und politischer Anschauung.
Zum Chorleiter, der sich damals "Director" nannte, wurde Herr Leipold berufen. Gleichzeitig übte er auch die Funktion als Vorstand aus. Zu "Mitvorständen" (Beisitzer) wurden die Bürger C. W. Krech und J. F. Jung gewählt.
Bis zum Jahre 1852 erarbeitete Herr Leipold ein erstes Statut, welches das Datum vom 24. Februar 1852 trägt und heute noch im Original vorhanden ist. Dieses Statut trägt die Unterschrift der 30 Gründungsmitglieder.
Am 5. April 1852 erfolgte die amtliche Genehmigung des Statuts durch das Herzogliche Verwaltungsamt Meiningen.

Es folgt ein kurzer historischer Abriss der weiteren Ereignisse:

1858 - 1862 erste öffentliche Auftritte im Ort in Konzerten und Bällen.
   
1878 - 1883 Krise wegen Wegzug des Chorleiters Leipold und Rückgang der Mitgliederzahl.
Aufrechterhaltung des Vereinslebens durch ein Doppelquartett.
   
1884 Der Verein zählt wieder 17 Mitglieder, der Lehrer E. Pröschold übernimmt die Chorleitung und der Verein erlebt einen Aufschwung.
   
1891 38 Mitglieder werden gezählt und sind aktiv.
   
1891 - 1914 In dieser Zeit sind 20 Winterkonzerte abgehalten worden.
   
1899 Anschaffung der Vereinsfahne und feierliche Fahnenweihe.
   
1903 Sängerfest mit Beteiligung von 4 Gastchören aus Anlaß 50 Jahre Gesang Wernshausen.
   
1911 2. Preis beim Preissingen in Trusen mit dem Pflichtchor "Es zog der Maienwind zu Tal".
   
1912 Sängerfest zum 60-jährigen Jubiläum mit 35 teilnehmenden Vereinen.
   
1914 - 1918 kriegsbedingte Unterbrechung des Chorbetriebes, 5 Sangesbrüder erlitten den Tod auf den Schlachtfeld.
   
1920 Neubeginn mit noch verbliebenen 20 Sängern, gleichzeitig wirkend als Kirchenchor der ev. Kirchgemeinde. ( bis 1950 andauernd ).
   
Mai 1922 Sängerfest mit 60 teilnehmenden Vereinen zum 75-jährigen Jubiläum.
   
1920 - 1939 Aktives Chorleben, Besuch von 36 Sängerfesten, 19 Konzerte im Ort selbst.
   
1929 Frühzeitiges Ableben des Ehrenchorleiters A. Nößler
   
1929 - 1935 Musikalische Leitung durch Lehrer Karl König
   
1936 - 1939 Musikalische Leitung durch MD Bruno Leipold
   
Mai 1937 90-jähriges Jubiläum mit Sängerfest und 21 Vereinen
   
1937 Beitritt zum Deutschen Sängerbund
   
1937 Verleihung der Rinkens Plakette
   
ab 1940 Zwangspause durch 2. Weltkrieg, 6 Sangesbrüder kehrten leider nicht wieder zurück.
   
27.06.1947 Neubeginn und Umbenennung in Volkschor Wernshausen.
Beitritt 20 junger Mitglieder und Entfaltung eines regen Chorlebens.
   
November 1947 Schlichte Feierstunde zum 100-jährigen Bestehen
   
1947 - 1978 Walter Herrmann wirkte als Chorleiter und später als Ehrenchorleiter und führte den Chor bestens voran,
man zählte in den Jahren bis 1957 teilweise bis zu 80 aktive Sänger.
   
1947 - 1957 14 Chorkonzerte, 10 Teilnahmen an Sängerfesten, 5 Teilnahmen an Volkskunstausscheiden sind als Aktivitäten niedergeschrieben.
Der Chor richtete 4 x die Dorfkirmes aus.
   
1954 / 1956 Besuch und Gegenbesuch beim Eisenbahnerchor Ronshausen ( Hessen ).
   
Mai 1957 Großes Fest zum 110-jährigen Bestehen.
Chor- und Orchesterkonzert und Sängerfest mit Wertungssingen, 51 Gastchöre anwesend.
   
1957- 1967 Veranstaltung zahlreicher Chor- und Orchesterkonzerte mit dem Staatlichen Kulturorchester Bad Salzungen
   
1959 Einstudierung des Schlußchores der 9. Symphonie von L. v. Beethoven "Ode an die Freude" und Aufführung mit dem Staatlichen Kulturorchester Bad Salzungen in Wernshausen, Geisa, Bad Salzungen und Unterbreizbach.
   
Mai 1967 Großes Sängerfest aus Anlass "120 Jahre Chorgesang" in Wernshausen, Teilnahme von 60 Chören am Wertungssingen.
   
1968 - 1977 Weiterführung einer Zielstrebigen Chorarbeit, Besuch von 21 Sängerfesten, Teilnahme an Wertungssingen und Ausscheiden der Volkskunst.
Übernahme und Ausführungen von ökonomischen Aufgaben im "Mach mit Wettbewerb", u.a.
Bau einer Fußgängerbrücke über den Rosabach,
Bau einer Straßenbrücke über den Rosabach,
Errichtung einer Buswartehalle und Bau der Kanalisation für den Kindergarten.
   
Juni 1977 Sängerfest aus Anlaß des 130-jährigen Jubiläums mit 25 teilnehmenden Chören.
Auszeichnung als "Hervorragendes Volkskunstkollektiv".
   
1977 - 1987 Aktives Chorleben mit 35 aktiven Sängern, Teilnahme an allen Sängerfesten im Kreis Schmalkalden.
   
1979 - 1985 Arbeit unter der musikalischen Leitung einer Frau, die Musiklehrerin Herta Lippolt übernahm das Dirigentensamt.
   
1982 - 1984 Aufarbeitung von 500 fm Schadholz im Wernshäuser Forst als ökonomische Verpflichtung "Dem Wald unsere Hilfe".
   
Januar 1986 Diplomchorleiter Hartwig Schellenberg übernimmt die musikalische Leitung, mit 30 aktiven Sängern beginnt eine neue schöpferische Arbeit.
   
Oktober 1987 Liederabend und Feierstunde zum 140-jährigen Bestehen.
   
Januar 1991 Annahme eines neuen Statuts und Umbenennung in "Männerchor Liederkranz 1847" Wernshausen.
   
1992 Der Chor wird Mitglied des Thüringer Sängerbundes im Deutschen Sänger Bund.
   
ab 1992 Beginn einer musikalischen Zusammenarbeit mit den Männerchören "Sängerkranz" Möckers und "Bergfreunde" Schmalkalden als Chorgemeinschaft.
   
ab 1993 Verstärkte Probenarbeit innerhalb der Chorgemeinschaft und gemeinsame Konzerte.
   
Januar 1995 Ehrung unseres Ehrenvorsitzenden Max Reum für 75-jährige Mitgliedschaft und Treue zum Chorgesang.
   
November 1995 Großes Chorkonzert der Chorgemeinschaft in der ev. Stadtkirche St. Georg zu Schmalkalden als bisheriger Höhepunkt der Zusammenarbeit unter musikalischer Leitung von Hartwig Schellenberg.
   
   
In der Jahreshauptversammlung 1996 fasste der Männerchor Liederkranz die Beschlüsse zur:
  • Vorbereitung des 150-jährigen Bestehens im Jahr 1997 und der Bildung spezieller Arbeitsgruppen
  • Ausarbeitung und Einreichung des Antrags der Zelter-Plakette für Chöre mit über 100-jähriger Tradition
  • musikalische Ausgestaltung des Festkonzertes durch die Chorgemeinschaft Möckers-Schmalkalden-Wernshausen und den Madrigalkreis Schmalkalden
Die Zusammenarbeit in der Chorgemeinschaft zeichnet sich aus durch eine gute Wertung beim Wertungssingen in Hain-Gründau ( Kreis Hanau ) bei großer Konkurrenz.
8 Sangesbrüder fuhren am 27. April 1997 nach Sondershausen, um beim Empfang des Thüringer Ministeriums für Wissenschaft und Kultur die Zelter-Plakette in Empfang zu nehmen.
Die Auszeichnung in einem festlichen Rahmen erhielten insgesamt 33 Chöre aus dem Freistaat Thüringen.
Mittags traf sich der gesamte Chor im Bürgerhaus, um die Plakette mit Liedergruß in Empfang zu nehmen.

Am 8.6.1997, eine Woche vor unserem Jubiläum, trat die Chorgemeinschaft zu einem Bergsingen auf der Festung Königstein ( Sachsen ) auf, hier traf man wieder mit den Sängern vom Bergsteigerchor "Kurt Schlosser", Dresden, zusammen.
Mit einem Festkonzert am 13.6.1997, gestaltet von der Chorgemeinschaft und dem Madrigalkreis Schmalkalden, wurde unser 150-jähriges Jubiläum begonnen.
Vor sachkundigem Publikum, Vertreter der Nachbar- und Freundschaftschöre, wurde unter der Gesamtleitung von Hartwig Schellenberg ein besonderes Programm dargeboten.
Am Sonntag, 14. Juni 1997, fand ein Gedenkgottesdienst in der Evangelischen Kirche statt.
Die Sängerinnen vom Frauenchor Wernshausen unterstützten uns bei den Liedvorträgen zu Ehren der verstorbenen Sangesbrüder.
Der Sonntag, 15. Juni 1997, war ausgefüllt mit den Freundschaftssingen von 16 Chören aus dem Altkreis Schmalkalden, dem Kreis Bad Salzungen und den Freundschaftschören aus Ronshausen und Haunetal/Rhina ( Hessen ).
Bei bestem Sommerwetter, passend zu einem Sängerfest, wurden allen Teilnehmern und Besuchern bester Chorgesang geboten.
1998 war das lang vorbereitete gemeinsame Ereignis der Chorgemeinschaft ein Auftritt im Bodetal bei Thale ( Harz ).
1999 kühlte sich die Zusammenarbeit, innerhalb der Chorgemeinschaft, mit dem Sportlerchor "Bergfreunde" langsam ab.
Zu einem Konzert im Sächsischen Bergland vor gut 2000 Besuchern und herrlicher Bergkulisse fuhren nur wenige Sänger von Wernshausen mit.
Die Anstrengungen der langen Fahrt für einen halbstündigen Auftritt wurden nicht in Kauf genommen.
Postwendend kündigte der Vorstand von Schmalkalden den Wernshäusern die Zusammenarbeit, wünschte sich aber die weitere Zusammenarbeit mit den Möckerser Sängern.
Diese fassten jedoch den Beschluss, die Zusammenarbeit mit den Chor aus Wernshausen weiter zu führen, zumal schon seit Sommer diese Chöre wöchentlich gemeinsame Proben, und das mit gutem Erfolg, durchführten.
Das war die Geburtsstunde einer auf echter Sängerfreundschaft bestehenden Chorgemeinschaft.
55 Sänger vereinten ihre Kräfte und sagen fortan gemeinsam.
Zum Repertoire gehören Volkslieder, klassische und zeitgenössische Chorsätze im a-cappella Vortrag.
Unter 80 Einsätzen im Jahr 2000 ( Proben, Auftritte, gesellige Treffs ) ist ein gemeinsames Konzert der Chorgemeinschaft mit dem "Eisenbahner Frauenchor Wernshausen" in der Klosterbasilika Breitungen/Werra der absolute Höhepunkt, zumal vor einem zahlreichen und aufmerksamen Publikum die Lieder erklangen.
So ein Auftritt fördert die Freude am Singen und die Zusammenarbeit, lohnt den Besuch der wöchentlichen Proben.
Ein Meilenstein in der Zusammenarbeit ist am 2.2.2001, zu Beginn des Jahres, die erstmalige gemeinsame Jahreshauptversammlung in Wernshausen mit der Rechenschaftslegung über die gemeinsame Chorarbeit.
Wichtige Beschlüsse waren:
  • einheitlicher Arbeitsplan
  • offizieller Name: Chorgemeinschaft Möckers-Wernshausen
  • Vorbereitung des Jubiläums 100 Jahre Chorgesang 2002 in Möckers
  • Verpflichtungen in beiden Gemeinden ( Ehrungen, Ständchen, Ausgestaltung dörflicher Feiern u.a. ) werden gemeinsam wahrgenommen.
  • Am 10. März 2012 wurde Gerhard König als Vorstandsvorsitzender für den erkrankten Uwe Zetzmann gewählt.

 

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